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Hans (Nick) Roericht und die Kunst des Fragens
Der Industriedesigner Hans (Nick) Roericht prägte mit seiner Lehre an der HdK Berlin die methodischen Grundlagen der späteren e27-Gründer.
- Zeitraum
- 1980er–1990er
- Lesezeit
- 1 Min. Lesezeit
Hans (Nick) Roericht lehrte Industriedesign an der Hochschule der Künste Berlin. Seine Lehre betonte Fragen des Gebrauchs, der Funktion, der Wahrnehmung und der Methodik. Gestaltung konnte mit der Untersuchung eines gewöhnlichen Gegenstands, eines vorhandenen Mechanismus oder einer scheinbar unbedeutenden praktischen Schwierigkeit beginnen. Das Ergebnis konnte ein Möbel sein, ein Industriegerät, ein Zeichensystem oder etwas, das in keine übliche Produktkategorie passte.
Im Rückblick lässt sich diese Haltung mit e27s späterer Arbeit verbinden: Beobachtung, Analyse, Umformung und Experiment als gemeinsame Methode für Prothesen, Schaukelstühle, Leuchten, Identitäten und digitale Umgebungen.
Das Archiv von Roericht dokumentiert Studienprojekte und Interviews, darunter die Gespräche mit Tim Brauns und Fax Quintus vom 23. Oktober 2003. Quintus arbeitete später auch bei Roericht Produktgestaltung (siehe den Beitrag zu Fax Quintus). Die Biografien der e27-Gründer müssen zwischen direkter Zusammenarbeit, Einfluss durch die Ausbildung und allgemeiner beruflicher Nähe unterscheiden. Roerichts Rolle für e27 ist nach dem vorliegenden Material die eines Lehrers, nicht die eines Auftraggebers oder Partners.

